Jacques Duquesne

Maria

Die Mutter Jesu
Cover: Maria
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2005
ISBN 9783421058898
Gebunden, 268 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Christiane Seiler. Sie ist die berühmteste Unbekannte der Welt. In den Evangelien von Lukas und Matthäus wird sie lediglich etwa ein Dutzend Mal namentlich genannt. Petrus, Jakobus und Paulus ignorieren sie fast gänzlich. Aber ohne sie wäre die Geschichte der Kunst gewiss anders verlaufen. Vor allem der Mythos und der Glaube haben aus Maria die junge, demütige Frau gemacht, die das Schicksal annimmt, zu dem sie bestimmt ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2005

Durchwachsen erscheint Rezensent Hermut Löhr dieses Buch des französischen Journalisten Jacques Duquesne über die "Mutter Jesu", das 2004 in Frankreich ein kontrovers diskutierte Bestseller und nun in deutscher Übersetzung vorliegt. Er hebt hervor, dass es Duquesne nicht darum geht, einen Skandal zu provozieren und Glaube, Kirche und Theologie insgesamt zu desavouieren. Sensationelle Enthüllungen suche man vergebens. Auch bekenne der Autor, weiterhin Katholik zu sein. Im Grunde sieht Löhr hier wieder einmal das alte Spiel am Werk, Maria als historischen Menschen und nicht als theologische Ikone vorzustellen. Ein Versuch, der seines Erachtens nicht nur wegen der spärlichen Quellenlage zum Scheitern verurteilt ist, sondern auch weil die wenigen Quellen diese Unterscheidung nicht vornehmen. Aushelfen müsse die historische Phantasie - auch eine Art Glaubensbekenntnis. Löhr moniert zahlreiche sachliche Fehler, für die er auch die das mangelhafte Lektorat und die Übersetzung verantwortlich macht. Auch wenn er das Buch insgesamt als informativ einstuft, mag er nicht verschweigen, dass hier "vieles hinten und vorne" nicht stimmt.
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