Aus dem Französischen von Manfred Stern. Jean-Paul Delahaye erzählt dem mathematisch interessierten Laien in einfachen Worten und stark illustrierter Form alles, was über die Zahl Pi wissenswert ist. Für eine Vielzahl der Schüler ist die Mathematik ein Buch mit sieben Siegeln, ein Fach, dessen Inhalte man schnell wieder vergessen hat. Dennoch werden sich alle, die jemals Mathematik-Unterricht hatten, daran erinnern, daß es die Zahl Pi gibt. Zur Erinnerung: Die mit dem Buchstaben Pi bezeichnete Zahl gibt das Verhältnis des Kreisumfangs zum Durchmesser an. Doch hinter dieser scheinbar einfachen Tatsache verbirgt sich ein Ozean an Komplexität. Seit der Antike jagen die Menschen nach den Stellen von Pi. Es hat 250 Jahre gedauert, um von 100 zu 1000 Dezimalstellen zu gelangen, doch danach reichten 25 Jahre, um eine Million Stellen zu berechnen. Heute nutzen wir leistungsstarke Computer und Algorithmen, die immer effizienter werden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.06.2000
Stefana Sabin bespricht zwei Bücher über die Zahl Pi: "Pi - die Story" von Jean-Paul Delahaye und "Pi - Magie einer Zahl" von David Blatner.
Bis zum letzten Absatz gibt Sabin nicht zu erkennen, aus welchem der beiden besprochenen Bücher sie ihr Wissen schöpft und was sie davon hält. Schon in der Antike versuchten Mathematiker, den Kreis mithilfe des Quadrats zu berechnen, was ihnen nicht gelang und als "Quadratur des Kreises" eine Umschreibung für Unpraktikables geblieben ist. Wie es dazu kam, dass William Jones 1706 das Symbol pi als Kreiszahl einführte und welche Erkenntnisse der lange Weg dorthin der Mathematik beschert hat, ist gleichermaßen das Anliegen beider Bücher: "P - Magie einer Zahl" des amerikanischen Computerexperten David Blatner verwendet mehr Mühen auf die graphische Gestaltung als auf die sprachliche Darstellung, berichtet Sabin, ist also "mehr Form als Inhalt", kommt aber dafür ohne Fachtermini aus. Die Darstellung des französischen Informatikprofessors Jean-Paul Delahaye "Pi - Eine unendliche Geschichte" hat ihr deshalb mehr zugesagt, weil der Wissenschaftler seine Geschichte im mathematischen Kontext erläutert. Delahayes Buch setzt allerdings, so Sabin, "mehr als mathematische Allgemeinbildung" voraus.
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