Aus dem Altspanischen von Joseph von Eichendorff und Manfred Hinz. Mit den Stichen von Theodor Hosemann. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Manfred Hinz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.06.2008
Hans-Martin Gauger arbeitet die moderne Stoßrichtung des "Traditionalisten" Juan Manuel gut heraus. Kein Machiavelli, kein Boccaccio, meint er, doch immerhin der erste spanische Autor, der "schöne, klare" Kunstprosa schrieb, wie im "Graf Lucanor" zu bewundern. Die 50 Novellen findet Gauger von Eichendorff bewundernswert übersetzt. Philologischer, doch auch "vorzüglich" erscheint Gauger die Arbeit von Manfred Hinz, der die weiteren den Band ausmachenden Teile, die Sentenzen des Patronius sowie eine Darstellung des christlichen Weltbilds übersetzt und ein "zugängliches" Nachwort verfasst hat. Gauger stößt hier auf Skurriles aus orientalischen Quellen, auf spanisches Volkstum und Lehrreiches aus dem Griechisch-Lateinischen. Menschenkenntnis attestiert er dem Autor und auch die Fähigkeit, gut zu unterhalten - schon im Mittelalter.
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