Ohne Schwächen in Finish, Funktion oder Finanzierbarkeit treiben die mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichneten Bothe, Richter und Teherani einen Keil in die Behäbigkeit des Berufsstandes. Seit dem Autohaus Car & Driver steht die Marke BRT über Deutschland hinaus für im Detail wie in der Dimension beeindruckende Bauwerke, die das Publikum emotional gefangen nehmen oder visionär provozieren. Ebenso labyrinthische wie systematische Raumerfindungen im Bürobau, visionäre Assoziationen an Ufos, Raumfähren und Zeppeline, urbane Schauplätze und Identitätspunkte des öffentlichen Lebens ordnet der von Christina Hackenschuh gestaltete Band typologisch: "Industrie", "Stadtzeichen", "Mobilität", "Wohnen", "Freizeit", "Büroarbeit". Exkurse und Essays untersuchen die Zielsetzung der Architekten zwischen Pragmatismus und Vision, zwischen konstruktivem Detail und städtischer Komplexität.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.07.2006
Ein Buch wie ein Haus, findet Ulrich Höhns. Und meint damit, dass der Band seinem Gegenstand genau entspricht. Als umstrittene Unikate zwischen Exaltiertheit und Reduktion bezeichnet er die Bauten des Architektentrios Bothe, Richter und Teherani, das der Herausgeber Klaus-Dieter Weiß in seiner Monografie vorstellt. Höhns entdeckt Parallelen, sowohl, was das "hohe Abstraktionsniveau" eines Teils der erläuternden Texte im Band betrifft, als auch deren Gliederung und grafische Illustration, die ihm eine "Idee von der gestalterischen Linie und dem Perfektionsanspruch" des Büros BRT vermitteln. Was die hier dargestellten historischen Bezüge der Architektursprache dieser drei Architekten angeht, rät Höhns allerdings zur Vorsicht. Immerhin wäre es ja möglich, dass hier wirklich Neues entsteht.
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