Kocku von Stuckrad bietet einen kompakten Überblick über die Geschichte der Esoterik von der Antike bis zur Gegenwart und geht der Frage nach, was die verschiedenen, bis heute weit verbreiteten esoterischen Anschauungen und Praktiken miteinander gemeinsam haben. Kocku von Stuckrad beschreibt klar und anschaulich die Wurzeln der Esoterik bei den antiken Pythagoreern und den Schriften des rätselhaften Hermes Trismegistos und geht ihrer weiteren Entwicklung über die islamische Philosophie, die jüdische Kabbalah und die europäische Renaissance bis zum modernen New Age nach. Dabei kommt er zu überraschenden Ergebnissen: Die Esoterik ist alles andere als eine abstruse Seitenlinie der europäischen Geistesgeschichte. Vielmehr hat sie den großen theologischen und naturwissenschaftlichen Debatten ihren Stempel aufgedrückt und muss als ein wichtiger Strang der europäischen Religionsgeschichte ernst genommen werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2004
"Ein weitgehend zuverlässiges Handbuch" über die Geschichte der Geheimwissenschaften von der Antike bis zur Gegenwart hat Lorenz Jäger in Kocku von Stuckrads "Was ist Esoterik?" gefunden - mehr aber auch nicht. Vor allem vermisst der Rezensent - gerade, wenn es um das Freimaurerwesen geht - politische Anschärfung. Auch den "sexualmagischen Aspekt mancher esoterischen Vorstellungen" sucht er vergebens, ebenso wie Persönlichkeiten wie Gustav Meyrink, Fritz von Herzmanovsky-Orlando, Alfred Kubin, Rene Guenon oder Julius Evola - und mit Letzterem wird auch die ganze rechte Esoterik ausgespart. Lobenswert hingegen findet Jäger, dass von Stuckrad sich der Rolle der Frauen in der theosophischen Bewegung widmet. Fazit: "Vielleicht etwas spannungslos".
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