Kurt Aebli ist ein unbestechlicher Archäologe der Innen- und Außenwelten. Abseits ausgetretener Pfade sucht er die Irritation, dichtet an gegen das Eingeschliffene. Er formt präzis zugespitzte Sprachfiguren, die auf alles Beiläufige verzichten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.01.2004
Wenn der entschiedenste Einwand gegen einen Text lautet, dass er gelegentlich "etwas zu gelungene Formeln und Aphorismen" finde, dann kann die Kritik nicht so groß sein. Ist sie auch nicht, denn Samuel Moser gefallen die Gedichte Kurt Aeblis im allgemeinen ganz ausgezeichnet. Er lobt die "surrealen Traumbilder", er bewundert die Art, wie es Aebli gelingt, in der Zeile "Menschen mit der Gewohnheit, / so eine Erscheinung wie / mich schräg /anzuschauen, in der Art des Friedhofswärters" die Aufmerksamkeit vom "mich" auf den "Friedhofswärter" zu verlagern. Die "Lakonik", sagt Moser, ist es, die er mag, und auch die "Sinnhaftigkeit der genauen Bilder".
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