Aus dem Amerikanischen von Judith Schwab. "An dem Tag, als ich, knietief in der Schande, nach Templeton zurückkehrte, tauchte im Flimmerspiegelsee der über fünfzehn Meter lange Kadaver eines Ungeheuers auf." So beginnt "Die Monster von Templeton", ein Roman, der zwei Jahrhunderte umspannt: einerseits berichtet er in der Gegenwart von der Suche eines Mädchens, Willie, nach ihrem Vater, andererseits ist es ein historischer Roman, schließlich ein Schauerroman - alles in allem erzählt er voller Spannung und Zauber davon, wie sich die Geheimnisse einer Familie in einer einzigen Stadt manifestieren. Indem Willie versucht, die Wahrheit über ihre Herkunft herauszufinden, taucht sie in die Geheimnisse ihrer Familie ein. Sie entdeckt Briefe, Zeitungsartikel und Tagebücher, und die Toten scheinen aufzuerstehen, um ihre Geschichten zu erzählen, dunkle Rätsel treten zu Tage, Gegenwart und Vergangenheit verschwimmen ineinander, alte Geschichten können endlich zu einem friedlichen Ende kommen, während die schockierende Wahrheit über mehr als ein Monster gelüftet wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.03.2009
Lauren Groffs Debütroman hat Elmar Schenkel Amerika ein bisschen näher gebracht. Die Welt- und Geschichtshaltigkeit dieses Buches über eine Vatersuche, die zu den Gründungsmythen einer Stadt (Templeton) und schließlich einer ganzen Nation zurückführt, erstaunt den Rezensenten positiv. Als Lederstrumpf-Liebhaber hält er die intertextuellen Verweise auf die Romane von J.F. Cooper für eine zusätzliche Bereicherung. Dass der Roman mit einer allgemeinen Geister-Beschwichtigung ein "bisschen glatt" endet, ist für Schenkel ein Wermutstropfen. Ansonsten hat ihm die Lektüre des Buches in der "geschmeidigen" Übersetzung Vergnügen bereitet.
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