Aus dem Schwedischen von Kurt Krüger. Mit einem Vorwort von Rüdiger Safranski, Illustrationen von Don-Oliver Matthies. Was haben Kinder mit Philosophie zu tun? Eine ganze Menge! Sie sind es, die Erwachsene mit kindlich-logischen Erklärungen der Welt erstaunen, und sie stellen die verblüffendsten Fragen nach Gerechtigkeit, der eigenen Identität und der Existenz Gottes. Fragen, die Philosophen seit jeher beschäftigen und die mitten hineinführen in die Welt der Gedanken und des Denkens. Philosophieren, das heißt, Gedanken kreisen lassen und mit ihnen spielen. Genau das tut dieses Buch. In Gedanken-Spielen zu bekannten Alltagssituationen werden zentrale Fragen des Lebens nach Gott, Tod,Wahrheit, Moral, Wirklichkeit und Schein thematisiert, die Kinder ebenso stark bewegen wie große Philosophen. Mitspielen, Ideen jonglieren, um die Ecke denken und Antwortenausprobieren ist das Konzept dieses Buches, das zeigt: Philosophisches Denken macht Spaß!
Ob Ludger Lütkehaus seiner Nachkommenschaft Lisa Haglunds philosophische Gedankenspiele für Kinder auf den Nachtisch legen würde, ist mehr als fraglich. Das Buch der schwedischen Autorin widmet sich den großen alten Fragen der Philosophie, bezieht sogar sprach- und wissenschaftstheoretische Fragestellungen mit ein und soll dabei dennoch besonders die kindliche Fantasie ansprechen. Ob dieser Anspruch eingelöst wird, darüber schweigt sich Lütkehaus allerdings aus. Redseliger wird er angesichts des "ärgerlichen" Anfangs des Buchs, der einen Abriss der abendländischen Philosophiegeschichte präsentiert. Darin wimmele es nur so vor Fehlern. Da wird Marx laienphilosophisch falsch zitiert ("Opium für das Volk" statt "Opium des Volkes") und Nietzsches Übermensch wird als der ideale Mensch gefeiert. Das ist zuviel für den Kritiker: "Nonsens en gros, Verhauer über Verhauer. Gerade in der Kinderphilosophie sollten die Informationen stimmen."
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