Aus dem Niederländischen von Gregor Seferens. Da ist die Studentin Letitia, die schamlos ihre Reize einsetzt, um gleichzeitig promovieren und ihr Haus renovieren zu können; da ist der sture Bäckergehilfe im Warmond der Fünfzigerjahre, den auch das Bestechungsgeld von 1000 Gulden bei der für seinen Bäcker unangenehmen Wahrheit bleiben lässt, oder die musikalische Rate-Runde, deren Abende empfindlich durch den aufdringlichen Hund eines ihrer Mitglieder gestört wird.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.09.2019
Rezensentin Kristina Maidt-Zinke rückt Maarten t'Haart ein Stück näher mit diesem Erzählband, in dem der "exzentrische" niederländische Schriftsteller auf sein Leben zurückblickt. Der Verhaltensbiologe, ausgebildete Organist, Tierschützer und Teilzeit-Transvestit lässt die Kritikerin hier "nonchalant" und auf formale Aspekte pfeifend in Anekdoten und Begegnungen in sein Leben blicken, erzählt von Kuriosem, von Musik, verpassten Chancen oder von Gott. Dass der Autor von seinen Mitmenschen stets höflich-distanziert schreibt, rechnet ihm die Rezensentin hoch an.
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