England im Jahr 1572 zur Zeit Königin Elizabeths I. Die 16-jährige Beatrice führt ein aufregendes Leben. Ihre Turmburg wird von den plündernden Schotten angegriffen, ihr Vater lebt vorwiegend von der Straßenräuberei und sie selbst hütet ein gefährliches Geheimnis. Denn sie hat den jungen schottischen Angreifer, den sie vom Turm gestoßen hatte, schwer verletzt im Wald gefunden, und nun setzt sie alles daran, sein Leben zu retten und ihn vor seinen Verfolgern zu verbergen. Und sie hat sich schwer in ihn verliebt. Doch das kann sie an den Galgen bringen, denn einen der eingeschworenen Feinde zu schützen und gar zu lieben, verbietet das Gesetz an der Grenze zwischen England und Schottland.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.01.2005
Maggie Princes Roman "Räuberliebe", der im England des 16. Jahrhunderst spielt, ist "Mittelalter modern, zum Anfassen" lobt Rezensentin Christine Knödler. "Rau wie die Landschaft" sei er, "spannend" und außerdem "wildromantisch". Es geht um die sechzehnjährige Beatrice, die bei einem Angriff der Schotten einen der Angreifer von der Sturmleiter stürzt. Sie findet den schwer verletzten Robert später in einer Hütte im Wald, eine Freundschaft mit dem Feind bahnt sich an, aus der schließlich Liebe wird - Räuberliebe.Vor dem Hintergrund der abenteuerlichen Liebesgeschichte "entsteht ein vielschichtiges, deftig-farbenfrohes, anschauliches und ganz untypisches Mittelalterbild, das aufräumt mit den Klischees von strahlenden Männerhelden und Spinnrock drehenden Frauen", freut sich die Rezensentin. Beatrices Mutter hält sich selbstbewusst einen Liebhaber, während ihr Mann, eigentlich ein Lord, als Straßenräuber loszieht. Beatrices Schwester wiederum hat keine Lust, dass jemand anderes für sie den Ehemann aussucht. Daneben gibt es "Märkte, Feste, Suff" sowie "Schlachten, Raubzüge und Machtkämpfe". Ein wenig bekannter Ausschnitt aus der englischen Geschichte wird hier äußerst spannend erzählt, findet Knödler.
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