Die Monitorisierung der Mikro- und Makrowelt verändert die organische Zusammensetzung menschlicher Wahrnehmung. Bilder vom Menschen, mumifizierte Oberflächen der Phänomene, stehen in unübersehbarer Konkurenz zu Bildern ohne sinnlich je erkennbaren Hintergrund. Dennoch bleibt der sinnlich-geistige Doppelbezug zur Welt. Ein Bilder-Multiversum spannt sich zwischen Codes und Physiologie, zwischen Schaltungszuständen und Plotter auf. Weiß der Mensch noch, wie er aussieht, wie es um ihn aussieht?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.06.2000
Die mit W. L. gezeichnete kurze Rezension findet kaum ein gutes Wort für das Buch. Obwohl der Autor und Herausgeber "beredt" sei und die Theoriedebatte erschöpfend darstelle, sei das Ganze dennoch ein "Windei", so der Rezensent unzufrieden. Die Ergebnisse, die diesen Überlegungen folgten, seien "äußerst mager". Zudem habe Faßler einen Hang zu Gemeinplätzen und nirgends ein "triftiges Argument oder eine erhellende Perspektive" zu bieten, wie der aufgebrachte Rezensent findet. "Wer Datensalat mag, dem wird dies schmecken", höhnt er abschließend.
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