Aus dem Spanischen von Theres Moser. Drei Jahre nach seinem abenteuerlichen Ausflug nach Buenos Aires kehrt Carvalho zurück. Er erlebt eine Liebesgeschichte und stößt auf Sekten, Spione und Morde. Er erhält von einer mysteriösen Auftraggeberin zunächst rätselhaft verschlüsselte Faxe, die später eindeutig verliebt formuliert werden. Carvalho bekommt zunehmend den Verdacht, dass er zu einem Zweck ausgewählt wurde, den er nicht mehr überblicken kann...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.08.2004
Rezensent Kersten Knipp bedauert, dass die Pepe-Carvalho-Reihe mit dem letztjährigen Tod des Autors ein "viel zu frühes Ende" gefunden hat. Mit dieser Träne im Knopfloch findet er großen Gefallen am aktuellen Carvalho-Krimi, welcher der Vorletzte der Reihe ist. So hat Rezensent Knipp wieder alle Elemente gefunden, die die Reihe ausmachen, als da sind: "Politischer Scharfsinn und regionale Küche". Außer den "detailliert beschriebenen Mittelmeerspezialitäten und galicischen Weißweinen" geht es diesmal um den katalanischen Nationalismus. Detektiv Carvalho muss den Mord am Sohn eines "millionenschweren" katalanischen Industriellen klären, der radikal-nationalistischen Kreisen ins Gehege geraten ist. Laut Rezensentenmeinung sei das Buch durchaus geeignet als "Einführung in das verzerrte Weltbild" katalanischer Separatisten. Abgesehen davon sei es aber auch ein schönes Buch über das Altern, "milde Melancholie" und "sanfte Alterswehmut" ausstrahlend. So findet die Carvalho-Reihe zu einem weiteren, Rezensent Knipp offensichtlich sympathischen Themenkreis: "Vergänglichkeit, Alter" und "die Sorge um eine ausreichende Rente".
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 19.05.2004
Der allseits beliebte Detektiv Pepe Carvalho kehrt zurück, in deutscher Sprache nun zu seinem vorletzten Abenteuer - denn der Tod des Autors Manuel Vazquez Montalban hat der Serie ein natürliches Ende gesetzt. Und Pepe Carvalho geht es in "Der letzte Bolero" auch erst mal nicht so gut. Er ist alt geworden, ja, er hat nicht einmal mehr rechte Lust an der Ermittlung in einem Mordfall, der sich in der katalanischen Großbourgeoisie abgespielt hat. Neben allerlei tagespolitischen Fragen drängen sich nun gar "Sorgen um seine Rente" in den Vordergrund. Und er verliebt sich. Überhaupt, stellt die Rezensentin Jennifer Wilton fest, ist das ganze "nicht wirklich ein Kriminalroman". Macht aber nichts, der Tenor der Besprechung ist und bleibt sehr freundlich.
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