Ein Buch über Finger und Hände, Fühlen und Handeln, Schrift und Sprache, Evolution und Kulturgeschichte, Handauflegen und Touchscreens. Wie steuert das Gehirn die Bewegungen unserer Hand? Warum gibt es nicht mehr Linkshänder? Kann man aus Händen lesen?
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 23.03.2000
Jörg Albrecht bespricht zwei Bücher, die sich beide mit der menschlichen Hand beschäftigen: Frank R. Wilsons " Die Hand - Geniestreich der Evolution" und "Die Hand - Werkzeug des Geistes" von Marco Wehr und Martin Weinmann.
Daß die Beschaffenheit der menschlichen Hand das Denken erst ermöglicht hat, ist eine gewagte, aber derzeit populäre These, die Jörg Albrecht auch dem amerikanischen Neurologen Frank R. Wilson zuschreibt. Das Buch, das Wilson dem Thema gewidmet hat, findet jedoch nicht Albrechts Gnade: "Kraut und Rüben" entdeckt der Rezensent in Wilsons widersprüchlicher Abhandlung, die den Weg vom Faustkeil des Homo erectus zu Rachmaninoffs Klavierkonzerten eher schlecht als recht "entlangholpert".
"Etwas besser" findet Albrecht eine deutsche Neuerscheinung: "Die Hand - Werkzeug des Geistes" von Marco Wehr und Martin Weinmann. Leider bleibt dem Rezensenten nicht der Platz, diese Arbeit vorzustellen. Die Autoren räumten ein, daß es zwischen "Greifen" und "Begreifen" keinen allgemeingültigen Zusammenhang gebe, erfahren wir, ansonsten erfahre man "manches". Zu einer Empfehlung reicht es Albrecht bei keinem der beiden Werke.
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