Mit 50 Farbfotos. In der Debatte über Schule und Erziehung fordern die Eltern bessere Lehrer, die Pädagogen mehr Disziplin, und die Psychologen beklagen Tyrannen. Das Wesentliche gerät dabei oft aus dem Blick: das Kind selbst. Jetzt äußert sich Remo H. Largo, der bekannte Entwicklungsspezialist, dessen Erziehungsklassiker "Babyjahre" und "Kinderjahre" Generationen von Eltern wertschätzen. Im Gespräch mit dem Journalisten Martin Beglinger zeigt er, wie die gute Schule sich am einzelnen Kind orientiert. Was tun, damit die Jungen nicht ins Abseits geraten? Wie umgehen mit der Turboschule? Wie lernen Kinder lieber und deshalb leichter? "Schülerjahre" ist ein Plädoyer für ein neues Verständnis von Schule, in der Kinder unterrichtet werden und nicht nur Fächer.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2009
Die Grundthese des emeritierten Professors für Kinderheilkunde Remo Largo lautet: Kinder entwickeln sich aus sich selbst. Die Umwelt - Elternhaus, Schule, Gesellschaft - kann und soll Anregung geben, soll dem Kind helfen, seine Potenziale "auszuschöpfen". Die Potenziale jedoch, referiert Rezensentin Dorothea Sihler, sind zu recht großem Teil genetisch vorgegeben. Für die pädagogische Praxis folge daraus, auf jedes Kind individuell einzugehen, nicht mehr und nicht weniger von ihm zu erwarten, als es überhaupt können kann. Es gelte, sich auf die Stärken des Einzelnen zu konzentrieren und Klassen so klein zu halten, dass die individuelle Bezugnahme möglich ist. Als "klug" lobt Sihler die Darlegungen des Autorengespanns. Man sollte das Buch, das durchaus auch eine Kritik der gegenwärtigen Gesellschaft darstelle, lesen.
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