Mit 25 Fotos. Sie kamen mit großen Hoffnungen. Nach der Staatsgründung 1948 strebten Hunderttausende Juden nach Israel - und wurden Israelis. Auslandsreporter Michael Borgstede berichtet über das spannungsvolle Miteinander der vielen unterschiedlichen Bevölkerungsschichten und ethnischen Gruppen, die alle Israelis sind und die doch in vollkommen unterschiedlichen Welten leben. Und er benennt und erklärt Konfliktfelder, Unterschiede und Gemeinsamkeiten, die sich aus dieser Vielfalt ergeben, ohne zu verurteilen. Denn nur, wer die inneren Gegebenheiten und Spannungen kennt, kann auch das Verhalten Israels nach außen hin verstehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.05.2008
Lobend äußert sich Rezensent Carsten Hueck über Michael Borgstedes Buch "Leben in Israel". Er attestiert dem mit einer Israelin verheirateten, in Tel Aviv lebenden Journalisten und Musiker, ein "ungeschöntes Panorama israelischer Wirklichkeit" zu zeigen. Das Buch konzentriert sich vor allem auf die jüngere Geschichte des Lands. Neben Holocaustüberlebenden lasse der Autor Prostituierte zu Wort kommen und beleuchte die israelische Clubszene ebenso wie die Welt der Orthodoxen und der mehr als 150 000 Fremdarbeiter. Borgstedes Hauptinteresse sieht Hueck im spannungsreichen Miteinander verschiedener Bevölkerungsschichten und ethnischer Gruppen. Besonders hebt er die Ausführungen über die sich aus dem säkularen und religiösen Verständnis des Staates ergebenden Widersprüche hervor. Auch über die oft komplexen Hintergründe aktueller Konflikte hat er in dem Buch viel erfahren.
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