"Klaras Geschichte" ist chaotisch, wie es sich für eine Geschichte über eine kaputte Familie gehört. Auch die Rezensentin Renate Grubert bringt keine Erhellung in die Erzählung über eine 15-Jährige, der die Mutter stiften geht, aber sie macht neugierig auf die "Geist und Herz fordernde" Erzählung, die sich laut Grubert manchmal recht makaber gibt, dann wieder zu Tränen rührt. Das Chaotische schlägt sich positiv im Layout des Buches nieder, rühmt die Rezensentin, es gewährt Raum für graphische Spielereien.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.03.2000
Sehr verwirrend, aber doch zum Staunen und Nachdenken, findet Ute Dieffenbach den Alltag der fünfzehnjährigen Klara. Etwas ärgerlich ist sie nur über den Mangel an Klarheit in der Geschichte: eine verschwundene Mutter, ein Versager-Vater, ein bibelfester Bruder und heftige Liebesbriefe an fremde Männer... Immerhin "unaufgeregt" und "lakonisch" erzählt findet sie die Geschichte auch.
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