Ausgezeichnet mit dem Deutschen Fotobuchpreis 2004, Kategorie Fotobildbände. Mit Textbeiträgen von Klaus Giessner, Ulrich Wernery und Stefan Dech. Mit einem Vorwort von Michael Asher. Mit 300 Farbfotos und 18 farbigen Karten. Michael Martin hat fünf Jahre lang die Wüsten dieser Welt bereist. Auf 300 Farbfotos zeigt er ihre ganze, abwechslungsreiche Pracht. Der umfangreiche Text basiert auf aktuellem wissenschaftlichem Stand und wird von Experten-Beiträgen zu Spezialthemen ergänzt. 18 hochaktuelle, auf Satellitenbildern beruhende Karten, bieten zusätzliche Informationen und Orientierung. Ein Drittel der Erdoberfläche besteht aus Wüsten und Halbwüsten. Doch Wüste ist mehr als Sand, ist eine Vielfalt von Landschaftsformen und ein extremer Lebensraum für Menschen, Pflanzen und Tiere. Michael Martin hat sie alle gesehen: das endlose Sandmeer der arabischen Rub al-Khali; die von den großen Gebirgsketten abgeschirmten Becken Zentralasiens; die Felsgebirge der Sahara, die so vielgestaltig sind wie ein eigener Kontinent; die Trockengebiete in Nordamerika mit ihren faszinierenden Pflanzenwelten; die einsamen Wüsten Australiens; die Küstenwüsten Perus und Chiles; die Danakil am Horn von Afrika mit ihren spektakulären Vulkanen und die Namib mit ihren ins Meer abbrechenden Dünen. Doch Martin geht es nicht nur um die Landschaft, genauso wichtig sind ihm die Menschen, die seit Jahrtausenden mit und in der Wüste leben. In seinen Bildern fängt er die facettenreiche Kultur der Nomaden ein.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.11.2004
Brillante Fotos, die man eigentlich schon kennt, meint Stefan Fischer. Zumindest die meisten: Dünen, Steinformationen, etc. Und schon im Geleitwort von Michael Asher rieselt es nur so von Wüstenklischees. Doch gelegentlich, schränkt der Rezensent ein, wird es "spannend", zumeist dort, wo der Wüstenkenner Martin sich auf die Details konzentriert, die vor dem monotonen Hintergrund der pittoresken Einöde ungewöhnliche Bedeutsamkeit erhalten, oder dort, wo Menschen leben. "Blickt man in die Gesichter der Wüstenbewohner", schreibt Fischer, "erkennt man (...), dass Martin keine geschönten Geschichten erzählt".
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