Quentin Blake (Hg.), Michael Rosen

Mein trauriges Buch

Ab 5 Jahren
Cover: Mein trauriges Buch
Freies Geistesleben Verlag, Stuttgart 2006
ISBN 9783772520600
Gebunden, 32 Seiten, 15,50 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Richard Rosenstein. Michael Rosen ist einmal sehr traurig gewesen, als sein Sohn Eddie mit 18 Jahren starb. In diesem Buch schreibt er über seine Traurigkeit, wie sie ihn überwältigt, wie sie ihn manchmal aber auch sehr zornig macht, wie er gelernt hat, mit ihr zu leben. Er hat eine sehr persönliche, aber auch universelle Geschichte geschrieben. Quentin Blake begleitet sie mit Bildern. - Wirklich heiter können wir nur werden, wenn wir auch lernen, traurig zu sein.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2006

Was Monika Osberghaus über Michael Rosens "Trauriges Buch" zu sagen hat, klingt zunächst wie eine Warnung: Wahrhaftig ein trauriges Buch sei das, "seitenlang grau" und "untröstlich", weil ohne Erkenntnisgewinn. Doch nicht ganz. Osberghaus quält sich zwar ein bisschen mit dieser "hemmungslos" autobiografischen Geschichte einer Depression (mit der der Autor den Tod seines Sohnes verarbeitet) - wie die ungeschönt dargestellte Schwäche eines Erwachsenen angesichts des Todes auf ein Kind zu wirken vermag, kann sich die Rezensentin aber dennoch vorstellen: "Kinder verstehen". Auf die Sprünge, so lässt uns Osberghaus wissen, helfen dem kindlichen Verständnis von Trauerarbeit in diesem Buch die Unmittelbarkeit der Geschichte und die enge Komposition aus Bild und Text.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 20.09.2006

Bruno Blume hat ein tieftrauriges Buch über den Tod eines Kindes gelesen. Verfasst hat es der im englischen Sprachraum bekannte Autor Michael Rosen, der darin den Tod seines Sohnes Eddie beklagt. Besonders ergriffen haben den Rezensenten die lyrische und zugleich sachliche Sprache der Trauer, sowie die Darstellung der mal farbigen, mal grauen unsentimentalen Bildfolgen: Text und Bild erlaubten sich sowohl ein Überhandnehmen, wie ein im Verschwinden begriffen sein der Trauer. Sie dürfe nach Trost verlangen, in der Erinnerung an Eddie Frohsinn verbreiten, aber auch einmal "böse" sein. Insgesamt habe die Trauer keinen bestimmten Ort und in eben dieser Darstellung sieht der Rezensent einen Tabubruch, der das "übergroße Thema für Kinder verständlich" mache.

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