Das Jahrbuch ORDO wurde 1949 von einigen der wichtigsten Wegbereiter der Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft gegründet, darunter insbesondere Walter Eucken und Franz Böhm. Seither widmet sich das Jahrbuch, zu dem alle engagierten Vertreter einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung als Autoren beitragen und beigetragen haben (so Wilhelm Röpke, Friedrich A. v. Hayek, F. A. Lutz, Alexander Rüstow) den aktuellen wirtschaftspolitischen Problemstellungen und gibt Analysen und Lösungsvorschläge. Das Jahrbuch ORDO ist durch seine Autoren und Beiträge prägend und namengebend für das Programm der ordoliberalen Auffassung von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik und dessen Grundaussagen, dass gesellschaftliche Freiheit ohne eine freiheitliche, primär auf Selbststeuerung setzende Wirtschaftsordnung dauerhaft nicht möglich ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.12.2001
Mit einem Aufsatz des neuen, des 52. Ordo-Jahrbuches vor allem beschäftigt sich die Rezension von Klaus Peter Krause: nämlich mit Walter Hamms Text über die "ordnungspolitische Fehlleistung", die die Ökosteuer seine Ansicht nach darstellt. Schon der Name, so in einem langen, leicht zornbebenden Vorspann der Rezensent, ist schlicht falsch. In Wahrheit handelt es sich um eine "Rentenfinanzierungssteuer" und sie ist, so das Resümee, ein "unglaublich kompliziertes" Gesetzeswerk voller Widersprüche. Die Ausnahmen konterkarieren, so Hamm und Krause unisono, die ganze Stoßrichtung; letztlich, indem die Steuer eben nicht konsequent am Verbrauch ansetze und auch "Nichtberufstätige" - also keine Rentenbeiträge zahlende Bürger - über den Kamm schere, erweise sie sich gar als "armutsverschärfend". Für die weiteren zwölf Aufsätze des Bandes ist nach der ausführlichen Darstellung des einen kein weiterer Platz, weitere sechs werden wenigstens kurz zusammengefasst.
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