Aus dem Japanischen von Alexander Wolmeringer. Dieser Band enthält Kurzgeschichten Dazai Osamus, vor allem aus der Sammlung "Bannen" (Die dunklen Jahre), die zwischen 1930 und 1936 entstand. Darin treten Dekadenzerscheinungen der Ich-Erzähler und Protagonisten in den Vordergrund, wie sie etwa auch in den Dark Novels eines Charles Dickens auszumachen sind. Ästhetische Selbststilisierung, autobiographische Züge, Melancholie und zuweilen Sarkasmus prägen Dazais Werk.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.04.2012
Irmela Hijiya-Kirschnereit ist entsetzt! Da wird schon mal an den japanischen Kultautor Dazai Osamu erinnert, der trotz etlicher deutscher Editionen nie recht wahrgenommen wurde, und dann in einer derart desaströsen Übersetzung, dass die Wirkung der Erzählungen als nachgerade schädlich bezeichnet werden muss, glaubt man der Rezensenten. Warum auch übersetzerisch durchaus nicht anspruchsvolle Stellen in der vorliegenden Ausgabe zu verquasten, grauenhaft formulierten Sätzen führen, ist der Rezensentin ein Rätsel. Dabei ist Osamu ein Meister der Klarheit und stilistischen Geschmeidigkeit, betont die fassungslose Hijiya-Kirschnereit, die nur hoffen kann, dass dieser "Jahrhundertautor, der seit seinem Selbstmord 1948 Generationen japanischer Leser geprägt hat, "noch eine Chance" bekommt.
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