Aus dem Englischen von Sonja Kerkhoffs. Über mittlerweile vier Dekaden steht Bruce Springsteen für das Herz und die Seele Amerikas, eine überragende Karriere, die 20 Grammys, zwei Golden Globes, einen Oscar und über 120 Millionen verkaufte Alben umfasst. In seinem hervorragend recherchierten Buch "Bruce" zeigt Peter Ames Carlin den "Boss", wie ihn seine Fans bisher noch nicht kannten. Er führte zahlreiche Interviews mit der Familie, der Band, Freunden aus der Kindheit, Freundinnen und nicht zuletzt Springsteen selbst. Carlin geht neben der unvergleichlichen musikalischen Erfolgsgeschichte auch auf dunkle Kapitel, wie Konflikte, Krisen und die Depressionen des Künstlers ein.
Mit autorisierten Biografien, weiß Christoph Dieckmann, ist es so eine Sache, nicht selten bekommt man es da mit hagiografischen Auftragswerken zu tun. Nicht so Peter Aimes Carlins Springsteen-Biografie "Bruce", die zwar ihrem Gegenstand naturgemäß zugeneigt, nicht jedoch bedenklich distanzlos ist, wie der Rezensent erleichtert feststellt, für den überdies dasselbe gilt: er sei kein Brucologe, aber durchaus ein Liebhaber, stellt er klar. Im Gegensatz zum verrätselten Dylan nimmt Springsteen seinen Sprachrohrstatus an und "zelebriert das Normale", erfährt Dieckmann, dem die Bilderbuchkarriere des Arbeitsklasserockers dennoch eine vertiefende Betrachtung wert ist. Carlins Biografie leistet dies offenbar, wobei der Rezensent nicht recht deutlich macht, was er selbst über Springsteen denkt und was er aus diesem Buch gelernt hat. "Fußnotiges Elementarwissen beglückt", hebt er immerhin lobend hervor.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.04.2013
Das Buch führt Joachim Hentschel zurück in eine längst vergangene Zeit. Als man zum Vorsingen noch Cowboyhut und Klampfe trug. Und auch von Hip-Hop ist in diesem Buch natürlich nicht die Rede. Stattdessen schreibt der Journalist Peter Ames Carlin aus den Heiligen Hallen der Bruce Springsteen-Eingeweihten. Wenn er dabei dennoch nicht hagiografisch wird und auch Kritik anzubringen weiß, etwa zum Thema Bruce und die Frauen oder zur, pardon, "Mittelmäßigkeit" Springsteens in Sachen Rockstar-Gehabe, findet Hentschel das beachtlich.
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