Das Terrordrama von New York sieht Peter Hahne als Einschnitt in Weltgeschichte und Zeitgeist. Der 11. September 2001 sei das Ende der Spaßgesellschaft und der Beginn einer neuen Suche nach alten Werten. Welche Werte sind es, die tragen, Halt geben und die es zu verteidigen gilt? Peter Hahne liefert eine packende Zeitanalyse und fordert die Rückkehr zu stabilen Werten zur Erneuerung unserer labilen Gesellschaft. Ohne Erinnerung an unsere christliche Herkunft gibt es keine Zukunft. Hahnes Fazit: Holt Gott zurück in die Politik!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.2005
Christian Geyer unterzieht Peter Hahnes Buch über das "Ende der Spaßgesellschaft" einer beißenden Kritik. Selbstverständlich kann er das Buch in keiner Weise ernst nehmen. Dennoch hat ihm die Lektüre sichtlich Freude bereitet, begreift er Hahne doch als unfreiwilligen "Selbst-Satiriker". Tatsächlich sei den Sätzen des ZDF-Journalisten nicht anzumerken, ob sie von ihm selbst oder von den Redakteuren der Satirezeitschrift "Titanic" stammten. Aber letztlich fällt es nach Geyer doch schwer zu glauben, dass das Buch eine "unfreiwillige Satire-Leistung" darstellt. Der Satireeffekt ergebe sich daraus, dass Hahne ein Sachbuch in des Wortes doppelter Bedeutung geschrieben habe. Es habe nicht nur eine soziologische Sache zum Thema - das Konstrukt der Spaßgesellschaft -, es imitiere in all seinem Tremolo auf urkomische Art auch die Stilgesetze der neusachlichen Literatur: "die randscharfe Kontur des künstlich Ausgestanzten, die Wortmagie, der Typologien-Furor, die Attitüde des Durchblickers." Dabei will Geyer gar nicht in Abrede stellen, dass es wertvolle Dinge wie die Familie und Gott und so weiter gibt. Nur könnte sich die sich nicht anhand von Appellen, sondern nur anhand selbst gemachter Erfahrungen als wertvoll herausstellen. "Erfahrungen aber", schließt der Rezensent, "kommen in Hahnes lebensunlustiger Stereotypensammlung nicht vor".
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