In den Schlagzeilen und Meldungen der Medien erfahren wir Zahlen und Daten, sehen dramatische Bilder, hören Namen, die wir mit Hunger, Armut, Krieg und Tod in Verbindung bringen. Das wirkliche Leid hinter diesen Zahlen, Worten und Bildern bleibt uns jedoch verborgen. Wie es tatsächlich vor Ort aussieht, davon berichtet dieses Buch. Hier kommen die Menschen zu Wort, die es sich unter dem Namen "Ärzte ohne Grenzen" zur Aufgabe gemacht haben, in Krisengebieten zu helfen. Sie erzählen von ihrem beruflichen Alltag, ihren Sorgen und Ängsten, Nöten und Zweifeln. Von den kleinen Freuden, Erfolgen und natürlich von der Hoffnung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2008
Mit großem Respekt für humanitäre Helfer wie die sieben in diesem Buch Porträtierten geht Annika Müller aus dieser Lektüre hervor. Was die Autorin, selbst langjährige Mitarbeiterin von "Ärzte ohne Grenzen", über das Scheitern, die Verzweiflung, die Erschöpfung, aber auch über Dankbarkeit und Freude zu erzählen weiß, hat Müller tief beeindruckt. "Sehr persönlich" erscheinen ihr die aus Aufzeichnungen und Erinnerungen der Beteiligten rekonstruierten Geschichten aus den Krisengebieten der Welt, aus Niger, Angola, Sudan. Dass die Autorin die traumatischen Leiden der Helfer auch aus wissenschaftlicher Perspektive betrachtet und Lösungsvorschläge macht, scheint die Rezensentin regelrecht zu erleichtern.
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