Wenn Álvaro Siza im August 2012 der Goldene Löwe der Architekturbiennale von Venedig verliehen wird, mag sich mancher an das Jahr 1992 erinnert fühlen. Damals erhielt Siza den Pritzker-Preis, und die Jury beschrieb seine Bauten als vom Licht geformt, [von] trügerischer Einfachheit; sie sind ehrlich . Gestalterische Probleme lösten sie scheinbar auf ganz direkte, unkomplizierte Art. Und doch: Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich diese Einfachheit als große Komplexität. Was wie natürliche Kreation erscheint, wurzelt in einer subtilen Meisterschaft.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.07.2013
Die Bauten des architektonischen Meister Alvaro Siza sollte man unbedingt mit eigenen Augen erleben, rät die verzauberte Rezensentin Laura Weißmüller. Ob das Zentrum der Zeitgenössischen Kunst in Santiago de Compostela, das Hombroich Museum in Neuss oder die zahlreichen Sportstätten, Unifakultäten und Expo-Pavillons - immer wieder gliedern sich die modernistischen Entwürfe des berühmtesten Architekten Portugals kongenial in ihre Umgebung ein, lobt die Kritikerin. Wer nicht die Möglichkeit hat, diese selbst zu sehen, ist allerdings mit der nun von Philip Jodidio herausgegebenen Architekturmonografie bestens bedient, so Weißmüller: Neben der "opulenten" Bebilderung aller Projekte findet der Leser hier auch Alvaro Sizas eindrucksvolle Zeichnungen.
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