Robert Hasz

Für alle Ewigkeit

Roman
Cover: Für alle Ewigkeit
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2006
ISBN 9783608937312
Gebunden, 288 Seiten, 19,50 EUR

Klappentext

Aus dem Ungarischen von Christina Kunze. Leutnant Livius hat noch zwei Wochen Militärdienst abzuleisten. Die Versetzung in eine einsame Garnison scheint ein kleines Übel. Doch dann wird seine Entlassung auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Und die Festung entwickelt sich zum gespenstischen Gefängnis. Ein dramatischer Wettlauf beginnt gegen die eigenen Erinnerungen, denen man nicht entrinnen kann. Livius kämpft gegen Wachträume an, die alle Soldaten der Festung überfallen und in vergangene Zeiten zurückwerfen, verliert sich in Erinnerungen an seine Jugendliebe und deren faszinierende Schwester. Aber dies ist nicht die einzige Besonderheit in der Garnison am Rande der Welt: Statt militärischem Drill finden dort exquisite Fressorgien statt, während durch den Berg ein geheimnisvoller Tunnel ins Nichts gegraben wird. Über allem steht ein Befehl, den niemand kennt, und ein Feind, den noch nie jemand gesehen hat. Jeder der Eingeschlossenen auf dieser Festung reimt sich eine andere Erklärung für die Vorkommnisse zusammen: Sind es Außerirdische? Gott? Ein Nervengas?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 23.06.2006

Emotional kann man das nicht nennen, wie Jörg Plath über diesen historisierenden Roman des Ungarn Robert Hasz schreibt. Plath zeichnet die beiden parallel und "über weite Strecken spannend" erzählten Geschichten (die eines auf einer Festung ausharrenden Soldaten im Balkankrieg und die seiner vergangenen Liebesbeziehung) eher ungerührt nach. "Geschickt" erscheint ihm die Dramaturgie des Wechsels zwischen den kontrastierenden Ereignissen. So geschickt, dass es ihm schon wieder bekannt vorkommt: Funktioniert nicht so auch Tarkowskis "Solaris"? Doch weil es dem Roman im Ganzen gut tut, will Plath es dem Autor durchgehen lassen, auch wenn ihm diese "Konventionalität" nicht zu passen zu scheint zur Wirklichkeit im Krieg.
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