Wie sehr Zahlen die vielfältigen Aspekte des Daseins durchdringen, ist wenig bekannt, und kaum jemand scheint bisher ermessen zu haben, wie unfassbar weit der Zahlen lange Schatten reichen. Das Buch spürt diesen Schatten nach und gelangt unversehens zu überraschenden, zu verwirrenden Einsichten über die Welt, die, wenn man sie zu Ende zu denken wagt, alle von der gängigen Science Fiction dargebotenen Hypothesen und Szenarien locker überbieten. In keinem Fall jedoch wird rechnen gelehrt. Ja, es wäre auch ein Irrtum, würde man vermuten, die Zahlen nähmen die Hauptrolle ein: nicht sie sind es, sondern deren "gigantische Schatten". Zahlen, welche die Schatten werfen, kennen wir ohnedies nur allzu gut - so gut, dass es geradezu unsinnig wäre, sie durch vermeintlich Einfacheres erklären zu wollen. Nicht was die Zahlen sind, wird hier erzählt, sondern was sie bedeuten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.12.2004
Friedrich Pukelsheim ist entzückt und weiß schon, was er demnächst öfters verschenken wird. Denn dieses Buch, macht er deutlich, ist keineswegs eine mathematische Fachstudie. Und es reduziert auch nicht die Welt auf quantitative Wertigkeiten, sondern zeigt - "gekonnt und pointiert" - welche faszinierende Rolle Zahlen in den verschiedensten Bereichen menschlicher Kultur und Geschichte, von der Politik bis zur Musik, spielen. Taschner ist ein kluger Mathematiker, aber er weiß auch spannend zu erzählen. Dazu hat er 163 Abbildungen zusammengestellt, die das Buch auch noch zu einer "Augenweide" machen. Alles gut also? Nicht ganz: Ein Index fehlt - bei den vielen Namen kein geringes Versäumnis.
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