Aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler. Mit Illustrationen von Almud Kunert. Als Vonkie von ihren Eltern auf den Bauernhof ihres Großvaters geschickt wird, ist sie nicht begeistert. Was soll sie hier schon groß erleben? Dann aber stellt sich heraus, dass ihr Großvater richtig spannende Geschichten erzählen kann. Geschichten von früher. Dass er mit fünf Brüdern aufgewachsen ist, wusste Vonkie gar nicht. Manchen Fragen allerdings weicht er aus, zum Beispiel der nach seinem Lieblingsbruder. Und er warnt Vonkie eindringlich davor, in die Nähe der alten Mühle zu gehen. Jetzt will Vonkie natürlich erst recht dorthin, endlich passiert mal was, denkt sie. Niemals hätte sie vermutet, dass sie einem streng gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur kommen würde.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.02.2020
Fulminant eröffnet Simon van der Geest seinen Roman "Das Abakadabra der Fische", schreibt Rezensent Tilmann Spreckelsen, der auch vom weiteren Verlauf der Geschichte mitgerissen wird. Mit viel Spannung und "Tiefgang" wird aus dem Leben der zwölfjährigen Vonkie erzählt, die nach großem Krach zwischen ihren Eltern zum Großvater aufs Land geschickt wird. Die Geschichten, die ihr Großvater aus seiner Vergangenheit erzählt, füllen den Roman und nehmen die junge Vonkie ein, die ihren Großvater neugierig mit Fragen durchbohrt. Für Spreckelsen geht es in diesem Buch vor allem um zwei große Themen: Annäherung und das Ergründen familiärer Konflikte. Das größte Verdienst des Autors sieht der Rezensent in den "ausgesprochen komischen Szenen", die van der Geest gekonnt in seinen Roman einbettet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.12.2019
Rezensent Siggi Seuß liest Simon van der Geests Roman, der sehr gut ohne niederländische Windmühlen-Idylle auskomme, mit Begeisterung und Spannung. Er erzählt von der jungen Vonkie, die eine Woche mit ihrem schweigsamen Großvater auskommen muss und dabei langsam ein Familiendrama aufdeckt. Seuß mag Erzählstil und -tempo des Autors, der das Familiengeheimnis Stück für Stück freilege. Am besten jedoch gefällt dem Rezensenten die Figur der Protagonistin, die den Großvater mit warmer Neugier auftaue und in den gemeinsamen Gesprächen beinahe nach sokratischer Methode vorgehe, so Seuß. Ein toller und spannender Roman über die "Kunst des Miteinanderredens", schließt er.
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