Irgendwann kann man sich nicht mehr davor drücken: Es muss einmal aufgeräumt werden. Der Sprachunrat staubt in den Ecken, der Wort- und Satzmist aus Presse, Funk und Literatur stinkt zum Himmel, und die ganzen alten Metaphern gehören auch mal entsorgt. Bei diesem Dreck kann ja kein Mensch einen klaren Gedanken fassen!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.2006
Der Mann kann schreiben, konzediert Rezensent Hans-Martin Gauger. Mit großem Furor mache sich Stefan Gärtner unter Schriftstellern und Journalisten auf die Suche nach Zielen seiner Sprachkritik. Allerdings reiße der Autor die von ihm inkriminierten Sätze notorisch aus dem Zusammenhang, selbst wenn es ein literarischer ist. Anhand eines Gärtnerschen Lieblingsfeindes verdeutlicht der Rezensent, dass es dem Autor letztlich auch um das Denken hinter der Sprache gehe, er somit Sprachkritik als Mittel für eine allgemeinere Kritik und "Empörung" einsetze. Diese sei jedoch, moniert der Rezensent, nicht immer so richtig offensichtlich.
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