Mit Zeittafel und Bibliografie. Mit Essays von Franz Dumont und Erwin Rotermund. Der Mainzer Jakobiner Adam Lux stellt sich in der Französischen Revolution gegen die Herrschaft der Gewalt. Er will die politische Niederlage wenden. Sein Freitod unter der Guillotine 1793 in Paris, inszeniert als publizistisches Fanal, erregt Aufsehen und wird Thema von Geschichte und Literatur.Stefan Zweig widmet dem Schicksal des Adam Lux ein Stück in zehn Bildern. Essays von Franz Dumont und Erwin Rotermund schildern die historische Gestalt und die literarische Figur. Eine Zeittafel und eine Bibliographie zeigen sein Leben und Wirkung. - Zeugnisse eines frühen Demokraten, dem Jean Paul nachrief: "Und kein Deutscher vergesse ihn!"
Benedikt Erenz ist dem Verleger Eric Erfurth dankbar, dass der es nach dem Misserfolg der Uraufführung von Stefan Zweigs Revolutionsdrama 1989 gewagt hat, den Text neu herauszugeben. Denn es bietet "faszinierenden (Lese-)Stoff" und der Rezensent versteht sofort, was Zweig am Leben des Revolutionärs Adam Lux so gefesselt hat. Außerdem verhandle der Text aktuelle Fragen nach dem Engagement der Intellektuellen, nach dem Preis der Freiheit und ob sich ein Volk militärisch für die Demokratie gewinnen lässt. Ergänzt durch die Beiträge des Historikers Franz Dumont, der die Hintergründe der Französischen Revolution beleuchtet, und des Germanisten Erwin Rotermund, der nach Zweigs Motiven forscht, bietet das "kleine Buch eine Menge erstaunlicher Aufklärungen und Anregungen".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.09.2004
Rezensent Alexander Kissler freut sich über die "verdienstvolle Neuausgabe" dieses Dramas von Stefan Zweig. Titelfigur des Stücks ist Adam Lux, ein Mainzer Jakobiner, der im Paris der Französischen Revolution mit Flugblättern gegen Terror-Exzesse der Revolutionäre protestierte und 1793 auf der Guillotine hingerichtet wurde. Zweig habe - so befindet Kissler - dem kompromisslosen "Freiheitsfreund" Lux sein "leidenschaftlichstes" Stück gewidmet. Die Gründe für Zweigs "Scheitern" als Dramatiker seien hier deutlich offenbar - inbesondere die zwischen "Kanzleistil und Heldenpathos" schwankende Sprache, die auf der Bühne wohl "hölzern und unglaubwürdig klingen mag". Doch laut Kissler fällt dies "kaum ins Gewicht". Für sein Befinden ist dieses Stück der "tragisch scheiternde Selbstversuch Stefan Zweigs", dessen Lektüre sich "lohnt".
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