Ob Figurprobleme oder Karrierefragen, Klatschen oder Philosophieren, oder das Dauerthema Männer: hätten die Frauen ihre Freundinnen nicht, wären sie ganz schön aufgeschmissen. Auf sie ist immer Verlass, nur sie darf uns die Meinung sagen und nur sie können wir zeitweise in den Hintergrund unseres Lebens schieben, ohne dass die Freundschaft zerbricht. Diesem erstaunlichen Phänomen gehen Stefanie Dracker und Barbara Werner in diesem Buch auf den Grund. Nach welchen Eigenschaften suchen wir unsere Freundinnen aus? Ist sie eher Seelenverwandte oder muss sie einfach nur zu unserem Lifestyle passen? Was beendet eine Freundschaft wieder? Und was sagt das über uns aus?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.09.2004
Ein Buch, das über die Sandkastenphase nicht hinausgeht, haben Stefanie Dracker und Barbara Werner geschrieben, empört sich Rezensentin Karen Knoll. Die Geschichten, in denen das Autorinnen-Duo das Geheimnis der Frauenfreundschaften entschlüsseln will, sind ganz "originell", so lange die Studienobjekte noch im Mädchenalter sind. Zwar haben sich Dracker und Werner "auf dem direkten Weg", also durch Recherchen im eigenen Bekanntenkreis dem Thema genähert, doch den Texten mangelt es dennoch an "jeglicher Authentizität". Den Grund dafür ortet im Hang der Autorinnen, ihre Geschichten von Frauenfreundschaften nach "seichten Medienvorlagen" zu gestalten, "unerträglich oft" auf Schauspielerinnen wie Meg Ryan oder Julia Roberts zu verweisen und die Dialoge entweder aus "Sex and the City" oder von Ildiko von Kürthy zu klauen. Trotz des "trendigen" Sprachduktus' sei hier ein Buch entstanden, das über "flaches" Daherplappern nicht hinausgehe.
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