Thomas de Padova

Das Weltgeheimnis

Kepler, Galilei und die Vermessung des Himmels
Cover: Das Weltgeheimnis
Piper Verlag, München 2009
ISBN 9783492051729
Gebunden, 352 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Die Vermessung des Himmels: 1609 baut Galileo Galilei in Padua ein Teleskop, er entdeckt neue Gestirne, Gebirge auf dem Mond und dass sich unmöglich alles um die Erde drehen kann. Im selben Sommer veröffentlicht Johannes Kepler seine Planetengesetze und begründet die moderne Himmelsphysik. Thomas de Padova, Physiker und Wissenschaftsjournalist, zeigt diese Epochenwende in ganz neuem Licht. Glänzend geschrieben und gestützt auf ihren kaum beachteten, spannungsvollen Briefwechsel, erzählt er erstmals die ungleiche Beziehung der beiden so unterschiedlichen Forscher: Galilei, in künstlerischem Umfeld aufgewachsen, bastelt und experimentiert. Dem studierten Theologen Kepler dagegen geht es um den großen Weltentwurf. Gleichzeitig, doch jeder auf seine Art, greifen sie nach den Sternen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.09.2009

Angetan zeigt sich Rezensent Martin Urban von Thomas de Padovas Buch über "Kepler, Galilei und die Vermessung des Himmels". Die unterschiedlichen Arbeits- und Denkweisen der beiden Gelehrten sowie ihre Ergebnisse werden für ihn sorgfältig, ansprechend und detailreich dargestellt. Dem Autor gelingt es in seinen Augen auf exzellente Weise, die Gegensätze von Kepler und Galilei herauszuarbeiten und "farbig" zu schildern. Zudem hebt er hervor, dass Padova dem Prozess gegen Galilei "neue Facetten" abgewinnen kann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2009

Als ein "geglücktes Beispiel populär geschriebener Wissenschaftsgeschichte" lobt Helmut Mayer dieses Buch des Journalisten Thomas de Padova, das die Geschichten zweier Galionsfiguren der modernen Physik miteinander verknüpft, die schon für sich genommen faszinierend genug sind: Galileo Galilei und Johannes Kepler. Zupass kommt dem Rezensenten dabei sehr, dass Padova nicht die Hagiografie Galileis fortschreibt, sondern ihn als die schillernde "Übergangsfigur" deutlich werden lässt, für die ihn Mayer hält. Galilei war nämlich sehr fehlbar, weiß Mayer jetzt! Sehr reizvoll, sehr lebendig und mit Sinn für Ironie, versichert Mayer, führe Padova vor, wie schnöde Galilei Kepler abgekanzelt habe: Ausgerechnet mit aristotelischen Argumenten habe dieser sein Modell der kreisförmigen Planetenbahn gegen Keplers Ellipsen-Modell verteidigt und für Keplers Theorie, dass der Mond die Gezeiten bestimme, habe er nur Spott übrig gehabt.

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