Aus dem Englischen von Conny Lösch. Tracey Thorn wuchs in einem der zahlreichen tristen Vororte Londons auf. Wohlbehütet und fernab der Metropole, in der in den Siebzigerjahren das wilde Leben, Punk und Abenteuer lockten, lebte sie ihr eigenes rebellisches Teenagerdasein, das sie herrlich naiv in ihren Tagebüchern festhält. Vierzig Jahre später reist sie zurück an die Orte und Schauplätze ihrer Kindheit und erzählt wunderbar von den Dramen des Erwachsenwerdens abseits der glitzernden Großstadt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 02.05.2021
Rezensent Tobias Rüther entdeckt bei aller Kürze von Tracey Thorns Buch eine Menge feiner Beobachtungen darin über das Aufwachsen in der Londoner Vorstadt in den 1970er Jahren. Die essayistische Annäherung der Sängerin von "Everything But The Girl" an die eigene Kindheit und Jugend und die rebellische Ablösung vom konservativen Elternhaus erinnert Rüther an Bücher von Didier Eribon, nur dass Thorn ohne die großen Kategorien wie Klasse und Gender auskommt und eher szenisch, anekdotisch und unterhaltsamer schreibt, wie Rüther festhält. Für den Rezensenten ein angenehm unideologischer, persönlicher Blick zurück in die britische Nachkriegszeit.
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