Aus dem Englischen von Conny Lösch. Um den Regeln der Erwachsenen zu entkommen, flieht ein Junge mit seinem Teddy dorthin, wo sie noch nie zuvor gewesen sind: hinein ins hohe Gras. Jenseits des heimischen Gartens wartet eine magische Welt auf sie, in der sie wundersamem Gestalten begegnen und lernen, wie wichtig Freundlichkeit, Neugierde und Miteinander in einer Welt voller Konflikte sind.
Der Comedian Trevor Noah hat sein erstes Kinderbuch vorgelegt, freut sich Rezensent Daniel Gerhardt: Ein kleiner Junge hat genug von den Erwachsenen, die immer auf Vernunft beharren, und macht sich auf den Weg in den Wald. Ihn nervt es etwa, jeden Morgen das Bett zu machen und sich die Haare zu kämmen. Diese Perspektive des Sechsjährigen fängt Noah überzeugend ein, lobt der Rezensent, dem auch die fantasievolle Waldwelt gefällt, in die der Protagonist dann mit seinem Teddybären verschwindet. Die tanzenden Münzen, den Blockwart-Zwerg und die Waffeln, die auf dem Waldboden wachsen, hat die Illustratorin Sabina Hahn in hübschen Aquarellzeichnungen dargestellt - der Kritiker lässt sich gerne auf dieses Abenteuer mitnehmen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.10.2025
Rezensentin Janne Knödler findet dieses Kinderbuch etwas altmodisch. Der Comedy-Weltstar und Moderator evoziert darin Kindheitsbild des vergangenen Jahrhunderts, so die Kritikerin, das an Puh der Bär oder den kleinen Prinzen gemahnt - nur nicht so fantasievoll. Dabei soll die Geschichte gerade das sein, ein "Plädoyer für Freiheit und Fantasie": Das Buch erzählt die Geschichte eines Jungen, der es zu Hause nicht mehr aushält und der auf Abenteuer aus ist. Statt Pflichten wie Zähneputzen oder Bettmachen zu erfüllen, zieht er mit seinem Teddybären Walter los, um Bäume zu erklimmen, Wolken zu fangen und in imaginäre Welten vorzudringen. Leider ist das Ergebnis eher einfallslos, die Illustrationen rein abbildend - Konflikte oder Reibungen werden vermieden. Das Ergebnis, so Knödler, seien "Lebensweisheiten - und leider Langeweile". Die Kinderliteratur wirke veraltet, und die Vorstellungskraft werde durch Behauptungen erstickt, lautet das Urteil.
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