Die Karriere mächtiger Frauen führt häufig über den Dreisatz: Geliebte - Gattin - Witwe. Deutschlands reichste und einflussreichste Frauen heißen Liz Mohn, Brigitte Seebacher-Brandt und Gloria von Thurn und Taxis. Sie wurden während der Ehe oder nach dem Tod ihrer Gatten zu Hüterinnen und Bewahrerinnen der Vermächtnisse ihrer Männer. Ihr gemeinsames Berufsgeheimnis: Sie sind ehrgeizig und werden von vielen unterschätzt. So mancher Mann, der sich ihnen in den Weg stellte, hat dies zu spüren bekommen!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.12.2004
Der weibliche Weg an die Spitze führt für deutsche Frauen nicht über den steinigen Weg einer eigenen Karriere, sondern über das Ehebett alter Patriarchen, lautet Antje Schrupps deprimiertes Fazit dieses Buchs. Die langjärige Sternreporterin Ulrike Posche porträtiert darin die Frauen, die Deutschlands Konzerne führen: Friede Springer, Liz Mohn, Johanna Quandt, Gloria von Thurn und Taxis. Alle vier Frauen wurden in jungen Jahren die Geliebte eines einflussreichen, reichen und sehr viel älteren Mannes, stiegen nach langen Jahren zur Ehefrau auf und übernahmen schließlich die jeweiligen Imperien. Liz Mohn etwa musste, wie Schrupp erzählt, trotz dreier gemeinsamer Kinder 24 Jahre lang in einer Scheinehe leben, bis ihr Boss sein Verhältnis zu ihr legalisierte. So dürften es neben der Zähigkeit, mit der sie allen Widerständen und Widersachern getrotzt haben, vor allem die "Treue und Widerspruchslosigkeit" gewesen sein, die ihnen die Regentschaft sicherte. "Unbedingt lesenswert", findet Schrupp das Buch, flott geschrieben, "höchst unterhaltsam" und Ulrike Posches Prognose nicht von der Hand zu weisen, dass demnächst "ein hessisches Bürofräulein, ein Kindermädchen von der Insel Föhr und eine Telefonistin aus Wiedenbrück eine Pastorentochter aus der Uckermark ins Kanzleramt bringen".
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