Die Autoren hinterfragen die historischen Zäsuren der Jahre 1933 und 1945 anhand von Themen wie z.B. den Netzwerken der Kieler Schule, der Fortdauer juristischer Konzeptionen in der Nachkriegszeit und dem Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Die Beiträge beruhen zum Teil auf bisher unzugänglichem Archivmaterial.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.01.2010
Dieser aus einer Ringvorlesung der Juristischen Fakultät der Uni Göttingen hervorgegangene Sammelband schildert laut Friedrich-Christian Schröder nur scheinbar nüchtern die Kontinuitäten und Zäsuren in der Justiz im "Dritten Reich" und in der Nachkriegszeit. Darunter erkennt der Rezensent einen wahren Sumpf, menschliche Abgründe. So gibt ihm ein Beitrag der Herausgeberin Eva Schumann mit seinen 200 Fußnoten einen Eindruck von den Anbiederungs- und Denunziationspraktiken von später angesehenen Juristen. Von "altbewährten Spezialisten" wie Joachim Perels oder Helmut Kramer liest Schröder Kurzfassungen ihrer einschlägigen Arbeiten. Für Schröder durchaus akzeptabel. Vieles davon, findet er, müsse einfach immer wieder gesagt werden.
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