Aus dem Französischen von Annabel Zettel. Mit Abbildungen. "Da wir nun beisammen sind, um über das Meer zu sprechen, kommt, schauen wir es uns doch einfach gemeinsam an! Ich liebe es hierher zu kommen, mich auf diese Felsen zu setzen, den Horizont zu betrachten und dabei an gar nichts zu denken …"
Hubert Reeves, ein renommierter Astrophysiker und sein Freund, der Ozeanograph Yves Lancelot, erklären in diesem Buch ihren Enkeln die Meere. Die Kinder stellen ihnen all jene Fragen, auf die auch wir Erwachsenen nicht immer gleich eine Antwort parat haben - zum Beispiel: Wie kommt das Blau ins Meer? Bedeutet Wasser Leben? Woher kommt eigentlich all das Wasser? Gibt es ein einziges Meer oder mehrere? Und wieder beantwortet Reeves gemeinsam mit Lancelot all diese Fragen mit jener gelassenen und auf jeden Einwand eingehenden Liebenswürdigkeit, die Großvätern eigen ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.08.2016
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es für Hubert Filser nach der Lektüre von "Wie kommt das Blau uns Meer?". Zwar erfahre man aus dem Dialog des kanadischen Astrophysikers Hubert Reeves mit dem französischen Ozeanforscher Yves Lancelot ungemein viel über den Ursprung des Wassers und die Entstehung der Weltmeere, so Filser, genauso wie über kritische Aspekte, etwa das Korallensterben oder die Vermüllung der Meere durch Plastikabfälle, oder über kompliziertere wissenschaftliche Zusammenhänge. Doch der Rezensent hätte sich gewünscht, dass die Autoren auch "wilde, schöne Geschichten erzählen" und nicht nur erklären. Schließlich würden sich Kinder genauso wie Erwachsene all das am besten merken, was sie berührt. Und das wären nach Ansicht des Rezensenten persönliche Geschichten gewesen, wie er sie erst ganz am Ende des Buches entdeckt.
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