Zanna Sloniowska

Das Licht der Frauen

Roman
Cover: Das Licht der Frauen
Kampa Verlag, Zürich 2018
ISBN 9783311100034
Gebunden, 272 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Im Herzen von Lemberg - ein Haus mit einer ganz besonderen Glasmalerei. Hier leben vier Frauen, die einander ebenso lieben, wie sie sich hassen. Sie eint ihr Freiheitsdrang, ihre Aufsässigkeit - und ihre unglücklichen Lieben. Bis zu dem Tag, der alles verändert: Marianna wird auf offener Straße erschossen. Vom Fenster aus beobachtet ihre Tochter, wie sich der Trauerzug zu einer Demonstration auswächst. Marianna war nicht nur eine gefeierte Sängerin an der Lemberger Oper, sondern auch Aktivistin im Kampf für eine unabhängige Ukraine. Unter demselben Fenster steht Jahre später ein Mann, der Mariannas Tochter ihre Heimatstadt näherbringt - und die viel zu früh verstorbene Mutter. Vor dem Hintergrund der bewegten Geschichte der Stadt Lemberg, die jahrhundertelang unter dem Einfluss unterschiedlicher politischer Mächte stand, erzählt Zanna Sloniowska von vier starken Frauen aus vier Generationen, von Müttern und Töchtern, von privaten und gesellschaftlichen Revolten, dem unbedingten Glauben an Freiheit, Emanzipation und an die Liebe.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.12.2018

Rezensentin Marta Kijowska zufolge handelt Zanna Sloniowskas Roman "Das Licht der Frauen" von vier weiblichen Angehörigen derselben Familie polnischen Ursprungs, die in den Achtzigern in Lemberg unter einem Dach leben. Sowohl der fehlende Mut, ihre künstlerischen Ambitionen zu verfolgen, als auch die politischen Geschehnisse in dieser umkämpften Stadt treiben die Frauen um, erzählt die Rezensentin, die das Buch für den eindrucksvollen Beweis hält, dass die Geschichte immer einen Einfluss auf das Schicksal des Einzelnen habe. Die Erzählungen über die Urgroßmutter, Großmutter, Mutter und Tochter verschränken sich laut Rezensentin mit der Geschichte Lembergs, dessen Charme die Autorin in Kiowskas Augen hervorragend einfängt. Für die Rezensentin ist "Das Licht der Frauen" der bedeutendste Roman dieser Autorin, die sich ebenso zwischen polnischer und ukrainischer Identität bewege wie ihre Figuren.
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