31.01.2025. Am 7. März lesen Schriftsteller aus den Werken des Friedenspreisträgers Boualem Sansal, der nach wie vor in Algerien inhaftiert sind. Zugesagt haben unter anderem Herta Müller und Daniel Kehlmann. Perlentaucher Thierry Chervel wird an dem Abend Kamel Daoud zum Thema befragen. Aktualisiert am 10. März: Sie können die Aufzeichnung der Veranstaltung auf den Seiten des RBB jetzt auch hören.
Unter diesem Link, bei radio3 vom RBB, können Sie die Aufzeichnung der Veranstaltung jetzt auch nachhören!
Boualem Sansal - Le Livre sur la Place 2018. Foto unter CC-Lizenz von ActuaLitté. Wikimedia Commons.Boualem Sansal ist nach wie vor in Algerien inhaftiert, weil er eine dem Regime nicht genehme Meinung über die algerische Geschichte geäußert hat, wir berichteten ausführlich (hier und hier). Zum Glück hat Sansal auch in Deutschland ein großes und treues Publikum. Und zum Glück lassen der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und besonders das Team des Friedenspreises nicht locker und bereiten zusammen mit Sansals deutschem Verlag Merlin eine großartige Hommage auf Boualem Sansal am 7. März im Deutschen Theater Berlin vor. Hier die Meldung auf den Friedenspreisseiten. Selbstverständlich soll dieser Abend auch den Druck auf die Politik erhöhen, um sich für Sansals Freilassung einzusetzen.
Zum Programm: Der Schriftsteller Daniel Kehlmann, die Friedenspreisträger*innen Aleida Assmann, Wolf Lepenies und Liao Yiwu sowie die Nobelpreisträgerinnen Herta Müller und Irina Scherbakowa lesen aus den Büchern des Friedenspreisträgers. Durch den Abend führt Natascha Freundel, die im vergangenen Jahr die Juryvorsitzende des Deutschen Buchpreises gewesen ist.
Auch der Perlentaucher ist beteiligt - als Medienpartner. Und Perlentaucher Thierry Chervel wird den algerischen Schriftsteller Kamel Daoud, der 2024 den Prix Goncourt erhalten hat, in einem Gespräch über die politische Lage in Algerien und die Auswirkungen auf die Inhaftierung von Boualem Sansal befragen.
Daouds Roman "Houris", der das "Schwarze Jahrzehnt" in Algerien thematisiert, über das in Algerien offiziell nicht gesprochen werden darf, wird im August diesen Jahres bei Matthes & Seitz auch auf deutsch erscheinen.
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