Logo - Fotolot - Über Bücher, Bilder und Ausstellungen

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Im Fotolot spiegelt der Perlentaucher  den boomenden Fotobuchmarkt mit Besprechungen einzelner besonders gelungener Neuerscheinungen. Außerdem empfehlen wir Ausstellungen und ab und an weisen wir sogar auf besondere Angebote im modernen Antiquariat hin.
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Über den Verlag Loose Joints und seine sympathische, aber zuweilen leichtgewichtige Fotobuchproduktion

So ticken nun mal sehr viele

Fotolot 27.07.2021 Sommerliche Reise von Arles nach Marseille, wo Sarah Piegay Espenon und Lewis Chaplin in Marseille den Verlag Loose Joints gründeten. In der Buchhandlung "Ensemble" kann man ihre Bücher besichtigen - zum Beispiel von Mark McKnight oder Gabby Laurent. Besonders aber von Jack Davison, dem vielleicht besten aktuellen Magazin-Fotografen. Von Peter Truschner

Die Rencontres von Arles und weitere Sommerausstellungen 2021

Schönen Sommer wünscht

Fotolot 01.07.2021 Nachdem das Festival letztes Jahr pandemiebedingt ausgefallen ist, schlägt das sommerliche Herz des Foto-Kunstbetriebs wieder in Arles. Seit Wochen schon hat sich fiebrige Vorfreude breit gemacht, sich bei persönlichen Treffen oder in Form von Emails Luft verschafft, und wer wie ich nicht hinfährt, trifft auf verständnisloses Erstaunen. Ein Streifzug durch die Ausstellung - und zu ein paar anderen FotografInnen, von Jessica Backhaus über Désirée von Trotha bis zu Gundula Schulze Eldowy. Von Peter Truschner

Neue Arbeiten von Richard Mosse und Antoine d'Agata

Mit automatischen Waffen

Fotolot 02.06.2021 Mit einer speziellen Software, deren Farbkombinatorik Richard Mosse programmierte, erstellte er Landkarten ähnliche Gebilde, mit schreiendem Rot, grellem Pink, giftigem Grün, dass man das Gefühl hat, in einen aufgeschlitzten Bauch zu starren, dessen kranke, entzündete Organe im Absterben begriffen sind und kurz davor noch einmal vital aufleuchten. Außerdem: neue Arbeiten von Antoine d'Agata. Von Peter Truschner

Über Andy Sewells neues Fotobuch "Known and Strange Things Pass"

Wahl der Mittel

Fotolot 24.02.2021 Andy Sewells neues Fotobuch "Known and Strange Things Pass" stellt gerade dem Kreativen anregende Fragen. Etwa:  würde ich eine Doppelseite, auf der sich schon zwei, drei Fotos befinden, mit einem solchen Rand auf der linken Seite versehen, der auf ein Foto auf einer ganz anderen Seite verweist?  Das ist das, was das intelligente, hübsche Buch für Profis und ambitionierte Laien interessant macht. Langfristig aber... Von Peter Truschner

Über den Fotografen Frank Gaudlitz

Das am wenigsten bekannte Gefühl

Fotolot 08.01.2021 Frank Gaudlitz gelingen seine herausragenden neueren Fotoarbeiten nicht zuletzt deshalb, weil er den Sprung aus der klassischen Straßen-, Dokumentar- und Porträtfotografie hinein in die Bildende Kunst und Malerei wagt. In diesen Fotos erkennt man weniger die lebendige Erinnerung an August Sander und Walker Evans, sondern eher die Farben von Gauguin oder Matisse, die versuchen, dem Sujet des klassischen Stilllebens eine neue Bedeutung zu verleihen. Von Peter Truschner

Über Jörg Colbergs Buch Photographys Neoliberal Realism

Seit dem Wirken der Puritaner

Fotolot 09.11.2020 Die These, dass Annie Leibovitz, Gregory Crewdson oder Andreas Gursky einen "neoliberalen Ralismus" bedienen und eine marktförmige Fotografie repräsentieren, ist eigentlich nicht neu, wird aber in Jörg Colbergs Buch "Photography's Neoliberal Realism" als neu präsentiert. Unangenehm ist, wie aus der an sich fälligen Kritik an diesen Fotografen die Versatzstücke der heutigen akademisch-korrekten Diskurse nur so herauspurzeln. Von Peter Truschner

Abe Frajndlichs Fotobuch über Charles Bukowski

Mal ohne, mal mit einer Flasche Bier

Fotolot 13.10.2020 Als der Fotograf Abe Frajndlich ihn im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 1985 in San Pedro besucht, ist Charles Bukowski längst ein abgezockter Showman, der Besuchern das bietet, was sie sehen wollen: Hank, der Berserker. Frajndlich schickt Fotos des ersten Shootings nach Frankfurt, der verantwortliche Redakteur Hans Georg Pospischil bescheidet ihm knapp, dass das Material "scheiße" sei... Heute ist Bukowski mega-out - aber ein Anlass, mal über längst vergangene Zeiten nachzudenken. Von Peter Truschner