Achim Engelberg

Wer verloren hat, kämpfte

In den Abgründen des 20. Jahrhunderts
Cover: Wer verloren hat, kämpfte
Karl Dietz Verlag, Berlin 2008
ISBN 9783320021108
Gebunden, 207 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Wir erleben heute einen Umbruch: Es schwinden nicht nur die letzten materiellen Überreste des Zweiten Weltkrieges, sondern auch die Zeitzeugen, die ein lebendiges Bild vom Beginn der Nazidiktatur über die Teilung Deutschlands bis zur Neuvereinigung geben können. Von seiner abenteuerlichen Flucht als Elfjähriger erzählt der jüngste selbständige Hitlerflüchtling Fritz Straube; die Besonderheit des türkischen Exils beleuchten Ernst Engelberg und Edzard Reuter; Klaus Sternberg erlebte, wie die Nazis den Judenhass gezielt eskalieren ließen, bis er in letzter Minute nach England floh; Moritz und Sonja Mebel berichten von ihren unterschiedlichen Wahrnehmungen des Stalinschen Terrors; die Schrecken von Auschwitz überlebte der an die Nazis ausgelieferte Spanienkämpfer Kurt Julius Goldstein nur knapp, seine spätere Frau Margot verlor ihren Vater im Stalinschen Terror; Gerhard Leo kämpfte in der Resistance. Außerdem kommen zu Wort: Werner Eberlein, Marianne Kühn, Susanne Miller, Ilse Münz, Wolfgang Ruge, Hellmut Stern und Markus Wolf.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.03.2008

Jens Becker hat mit großem Interesse dieses Buch gelesen, für das Achim Engelberg Schicksale kommunistischer und sozialdemokratischer Emigranten zusammengetragen hat, die den Nationalsozialismus überlebt haben und nach dem Krieg in Ost oder West wirkten. In der Summe werfen die Biografien von so unterschiedlichen Menschen wie Edzard Reuter und Markus Wolf nicht zuletzt ein eindrucksvolles Licht auf die "Abgründe des 20. Jahrhunderts", so Becker in seiner Kurzkritik beeindruckt.

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