Aus dem Amerikanischen von Jochen Schwarzer, Frank Böhmert und Andree Hesse. In einem verräucherten Club der russischen Mafia in Manhattan sitzt ein Mann mit einem ungewöhnlichen Talent beim Poker: David Caine, leidenschaftlicher Spieler und brillanter Mathematiker, hat die Gabe, in Sekundenschnelle die Gewinnchancen aller Mitspieler zu berechnen. Er weiß genau, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass er ein Fullhouse auf der Hand haben wird - oder seine Gegenspieler ihn ausstechen werden. Doch eines Abends raubt ihm ein bevorstehenden epileptischer Anfall beim Spielen den Verstand, und ihm unterläuft ein fataler Fehler. Er riskiert alles - und verliert. Von nun an ist ihm die russische Mafia auf den Fersen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.12.2005
Einen furiosen Verriss lässt Stephan Maus diesem Thriller um den genialen Statistik-Dozenten David Caine angedeihen, wobei er ihm offenbar am meisten übel nimmt, dass der Autor Adam Fawer die Möglichkeiten, die in der "Wahrscheinlichkeitsrechnung" als "Motor" des Romans stecken, nicht wahrzunehmen weiß. Was hätte aus der Geschichte, in dem Wahnsinn, die CIA, die russische Mafia, Spielsucht und Epilepsie eine Rolle spielen nicht für ein unterhaltsames und spannendes Buch werden können, wenn es sich der Autor nur nicht so "lächerlich leicht gemacht" hätte und einfach nur an der "plumpen, wurmstichigen Unwahrscheinlichkeit" entlang geschrieben hätte, bedauert der Rezensent. Statt der "raffinierten Musik des Zufalls" ertönt hier nur der "blöde alte Gassenhauer vom Deus ex Machina", echauffiert sich Maus, der das Romangeschehen als "Labyrinth der Albernheiten" geißelt und die auftretenden Figuren allesamt als "fleisch- und geistlose Variablen" vor einer "öden Pappmache-Kulisse" abfertigt.
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