Deutschland hat ein enormes kreatives und kulturelles Potenzial. Der Skandal ist: Es wird nicht zum Wohle der Gesellschaft genutzt. Wissenschaft und Künste bleiben im Ghetto, die Politik schottet sich ab. Adrienne Goehler zeichnet einen radikalen Gegenentwurf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.04.2006
Durchaus Sympathie äußert Rezensent Harry Nutt für Adrienne Goehlers Vorhaben, die Möglichkeiten einer Kulturgesellschaft zu erkunden. Wie er berichtet, plädiert die frühere Berliner Kultursenatorin für eine Gesellschaft, die kulturelle Produktion nicht nur in Dienst nimmt, sondern sich auf ihr gründet. Schließlich berge Kultur, auch wenn sie gegenwärtig weitgehend verkannt werde, ungenutzte gesellschaftliche Kräfte, die einen unerschöpflichen Reichtum darstellten. Das klingt für Nutt alles schön und gut. Doch können ihn die Überlegungen der Autorin nicht wirklich überzeugen. Letztlich sieht er in ihrem Buch "nur eine etwas hochtrabende Kulturreflexion".
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