Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn und Thomas Atzert. Kriege gibt es überall auf der Welt, jederzeit. Die Medien berichten täglich von den Brennpunkten und zeigen Soldaten, zerschossene Dörfer oder diplomatische Vermittlungsversuche. Carolyn Nordstrom bringt eine andere, weitgehend unbekannte Seite des Krieges ans Licht - Profiteure, die im Schatten des Krieges blühende Geschäfte aufziehen, Menschen, die ihre Menschlichkeit im Strudel der Gewalt verlieren oder darum ringen, ihre Würde zu bewahren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.09.2006
Beeindruckt zeigt sich Thomas Speckmann von dieser Studie über das "Leben mit dem Krieg", die Carolyn Nordstrom vorgelegt hat. Hervorgegangen aus langjährigen Beobachtungen in Kriegsgebieten wie Sri Lanka, Mosambik oder Angola schildere die Arbeit das gewaltbestimmte Leben von Millionen von Menschen in verschiedenen Krisengebieten der Welt. Besonders interessiert sich Speckmann für die Analyse der ökonomischen Situation in diesen Gebieten. Er attestiert Nordstrom eine eindrückliche Darstellung der dort entstandenen der öffentlichen Wahrnehmung entzogenen "unsichtbaren Ökonomien". Dabei hebt er ihre Feststellung hervor, dass die ökonomischen Schattennetzwerke nicht nur für die Bürgerkriege eine zentrale Rolle spielen, sondern inzwischen auch einen beträchtlichen Teil der gesamten Weltwirtschaft ausmachen. Ein großes Lob spricht er Nordstrom für ihren anschaulichen und lesefreundlichen Stil aus.
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