Mit Fotografien von Alexander Krischner. Die Architektur des in München und Linz arbeitenden Architekten Franz Riepl steht für Zurückhaltung im Entwurf und für Empfindsamkeit im Detail. Die Stimmigkeit, die seine Architektur im Alltag erreicht, basiert auf der Kenntnis von Vorbildlichem. So findet seine Baukunst zu verständlicher Form. Sie entwickelt mit den Jahren Patina, die sinnlich erfahrbare Atmosphäre verbreitet. Dieser seltenen Qualität spürt das Buch nach: in einem Interview, in dem Riepl über Räume und Möbel spricht; mit einem Fotoessay über 6 Projekte: ein Vierkanthof, eine Wohnung, ein Wohnhaus, ein Fleischerei-Geschäft sowie zwei Gasthäuser. Diese Bilder werden durch Pläne und Zeichnungen ergänzt. Ein Essay untersucht Riepls Umgang mit der Patina und mit der Nutzung neuerer Bauten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.12.2018
Hannes Hintermeier freut sich über den von Albert Kirchengast und Hans Kolb herausgegebenen Band zum österreichischen Architekten, nein, Baumeister Franz Riepl. Als Freund einfacher Alltagsarchitektur tritt ihm Riepl hier entgegen, als einer, für den ein Haus Zeit braucht und ein Leben begleiten soll und für den Abriss nicht in Frage kommt. Bauen als Spiegel persönlicher Entwicklung, was das bedeutet ahnt Hintermeier beim Lesen von Riepls ästhetischen Überlegungen und beim Anschauen der Architektur-Fotos von Alexander Krischner. Riepls im Band abgedrucktes Gespräch mit den Herausgebern führt für Hintermeier indessen zu mehr Fragen als Antworten.
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