Seit Homer und der Bibel gibt es Vorstellungen über den Lauf der Zeiten und die Stellung der Gegenwart zwischen Vergangenheit und Zukunft. Die Grundfiguren bei den Klassikern der Geschichtsphilosophie sind immer ähnlich, das zeigt Alexander Demandt in diesem Buch. Er liefert einen in dieser Zusammenschau einmaligen Überblick über das europäische Geschichtsdenken seit der Antike.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.04.2012
Als "sehr pontiert, sehr klar" würdigt Dirk Pilz diese Abhandlung des Althistorikers Alexander Demandt zum Begriff der Geschichte. Wichtig ist sie für den Rezensenten, weil er einen neutralen oder unvoreingenommenen Blick auf die Geschichte nicht für möglich hält, immer sei er geprägt von unserem Menschen- und Weltbild. Demandt nun grenzt sehr scharf Geschichte von Historie ab, das Geschehen von seiner Darstellung. Dabei lernt Pilz auch, wie wichtig Stil in der Geschichtsschreibung sei: Denn dieser entscheide darüber, wie uns die Geschichte entgegentrete.
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