Eigentlich soll Beegu gar nicht auf der Erde sein - sie ist verloren gegangen. Beegu ist eine freundliche Außerirdische, doch die Menschen auf der Erde scheinen sie nicht besonders zu mögen. Aber bisher hat sie nur die Großen kennengelernt - die Kleinen würden gern mit ihr Freundschaft schließen.
Als Appell an die Freundlichkeit liest Hans ten Doornkaat lexis Deacons Bilderbuch. Beegu, die außerirdische Hauptfigur, hüpft im Kuscheltierlook mit drei Augen durch die Welt, auf der Suche nach Freunden und den im All verlorengegangenen Eltern. Hilfsbereitschaft? Fehlanzeige. Alle Erwachsenen sind böse, nur die Kinder sind lieb, und dieses Fremdfühlen empfindet ten Doornkaat "eindrücklich und raffiniert" dargestellt. Das kindliche Nichtverstehen lässt den Rezensenten den mahnenden Zeigefinger erheben: Erwachsene, lest dieses Buch! Und betrachtet die Zeichnungen, ebenfalls vom Autor, die sich, wie ten Doornkaat findet, mit "unvertrauten Formen und Farbkontrasten" am Text reiben.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…