Waren Geheimdienste in die Anschläge vom 11. September 2001 verwickelt? Verheimlicht die US-Regierung Wissen über UFOs? Stecken Bill Gates und die Pharmalobby hinter Corona? Entführen Satanisten weltweit Kinder, um sie zu opfern und ihr Blut zu trinken? In den letzten Jahren haben Verschwörungstheorien eine ungeahnte Popularität erreicht. Im Zuge der SARS-CoV-2-Pandemie entstand in der Öffentlichkeit die Wahrnehmung, dass sich Verschwörungstheorien zu einer ernsten Gefahr für die Demokratie entwickeln. Sogar der Staat hat ihnen den Kampf angesagt. Doch was genau sind eigentlich Verschwörungstheorien? Wie gefährlich sind sie wirklich? Wie entstehen sie und wie verbreiten sie sich? Und sind sie wirklich immer Unsinn oder steckt in mancher Verschwörungstheorie nicht auch das bekannte Fünkchen Wahrheit? Die Soziologen Andreas Anton und Alan Schink geben in diesem Buch Überblick über Verschwörungstheorien und echte Verschwörungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.01.2022
Rezensentin Johanna Christner verübelt diesem Buch von Andreas Anton und Alan Schink eine allzu sanfte Behandlung von Querdenkern. Laut Christner unternehmen die Autoren nichts anderes, wenn sie zwar auf die nötige differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema Verschwörungstheorien hinweisen, dann aber selber naiv, so Christner, an ihr Sujet herangehen. Christner kritisiert, dass die Autoren Verschwörungsmythen als "alternatives Wissen" bezeichnen, dem es bloß an gesellschaftlicher Akzeptanz mangelt. Wenn Anton/Schink die "Zensurpraktiken" sozialer Medien in der Pandemie monieren, fragt sich die Rezensentin, was für ein Buch sie da eigentlich liest.
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