Ob Mondlandung, Illuminati und 9/11, ob Bielefeld-Verschwörung oder Kennedy-Attentat - wie funktionieren Verschwörungstheorien? Karl Hepfers Analyse legt zum ersten Mal die Strukturmerkmale des Verschwörungsdenkens frei. Mit den Mitteln der Erkenntnistheorie und anhand zahlreicher Beispiele erhellt sie, was Verschwörungstheorien von unseren "normalen" Theorien unterscheidet und wie es ihnen oft meisterhaft gelingt, alle unsere Filter für unsinnige Erklärungen zu umgehen. Dabei zeigt das Buch, warum Verschwörungstheorien gerade heute hoch im Kurs stehen, und schärft zugleich den Blick für Argumentationsformen, die uns im Alltag auch an vielen anderen Stellen begegnen.
Der Philosoph Karl Hepfer untersucht in seinem Buch "Verschwörungstheorien" die rhetorischen Mittel und weltanschaulichen Annahmen, mit deren Hilfe Menschen für die Existenz sinisterer Gruppen und ihrer finster-großformatigen Plänen plädieren, berichtet Michael Pawlik. Hepfer stellt die Mittel der Verschwörungstheoretiker und besonders die Auswirkungen des Internets anschaulich dar, lobt der Rezensent, aber die abschließende These des Autors, dass die Vermutung eines Plans im Hintergrund analog zur Religion funktioniere, kann Pawlik nicht zustimmen, dafür sei Religion in vielerlei Hinsicht zu sehr der empirischen Welt zugewandt, erklärt der Rezensent.
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