Es begann in einer Almhütte im Lechtal. Dort, wo einer der letzten Wildflüsse Europas fließt und es ein bisschen aussieht wie in Alaska, verbrachte Andreas Lesti einen Sommer. Hier nimmt seine Geschichte der Alpen ihren Anfang, die er entlang von Büchern erzählt, deren Lektüre ihm den Weg weist. Aber Lesti berichtet nicht nur von den Abenteuern der anderen, er ist selbst ein Abenteurer. Er sucht die großen Schauplätze der Alpen auf, das Matterhorn, den Montblanc, die Zugspitze, er ergründet die Ursprünge des Alpinismus und wie die ehrgeizigen Engländer mit Schweizer Bergführern zahlreiche Gipfel 'entjungferten'. Er entschlüsselt für uns den 'Mythos Berg'. Denn seit dem Zauberberg wissen wir: Wer oben war, kann unten nicht mehr leben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.04.2014
Gut unterhalten hat sich Manfred Koch mit Andreas Lestis Mixtur aus Reisereportage und Abenteuererzählung, die Autor und Leser auf den Spuren von Twain, Adorno und natürlich Thomas Mann auf die Gipfel von Chamonix und Davos führen. Der Rezensent bleibt dabei schön im Warmen, was Koch zu schätzen weiß, wenn er den Autor dabei beobachtet, wie er bei Minus 26 Grad eine neue Seitenumblättermethode entwickelt, um keinen Finger zu verlieren. Das Augenzwinkern bei den nachgestellten literarisch-alpinen Expeditionen entgeht dem Rezensenten natürlich nicht. Der Humor macht laut Koch aber nur einen Teil des Ganzen aus. Der schöne Rest ist für ihn ein kulturgeschichtlicher Hüttenschmaus.
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