Bienenwaben sind bekannt, und Ameisenhaufen fallen auf. Was andere Insekten für ihren Nachwuchs bauen, das übersehen wir leicht: Mauerbienen nutzen alte Schneckenhäuser, um ihre Eier abzulegen, Pillendreher formen Mistkugeln, und Rüsselkäfer rollen Blätter ein.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 25.11.2004
Für den Geschmack von Rezensent Bruno Blume ist Anne Möllers neues und "faszinierendes" Sachbuch "viel zu schnell zu Ende". Mit viel Einfühlungsvermögen erklärt die Autorin, mit welch ungewöhnlichen Techniken Bienen und Käfer ihren Nachwuchs betreuen, nähren und schützen. So angenehm "unaufgeregt" der Text ist, so "wunderschön" sind die Bilder und Papiercollagen, die alles übertreffen, "was auf dem Markt ist." Nicht nur die "hervorragende" Verarbeitung verschiedenster Papiere, sondern vor allem die Art, "wie sie diese reißt" und in das Gesamtbild einfügt, begeistern den Kritiker. Habe Möller in ihren Vorgängerwerken die "Kitschgefahr" manchmal "gefährlich" gestreift, so sei sie ihr diesmal "glücklicherweise" entgangen. Und so hat sie eine "eindrückliche" Pflanzenlandschaft voller krabbelnder Lebewesen geschaffen, die "außergewöhnlich" ist, freut sich Rezensent Blume.
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